Beschreibung
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Nur für Forschungszwecke. Dieses Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in der Laborforschung bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Nicht für den Gebrauch am Menschen oder am Tier.
Was Tirzepatid ist
Tirzepatid ist ein synthetisch hergestelltes Peptid aus 39 Aminosäuren, das an zwei Rezeptoren des Inkretinsystems bindet: an den Rezeptor für das glukoseabhängige insulinotrope Polypeptid (GIP) und an den Rezeptor für das Glukagon-ähnliche Peptid 1 (GLP-1). In der Stoffwechselforschung wird es eingesetzt, wenn ein dualer Rezeptoragonist gegen einen reinen GLP-1-Agonisten verglichen werden soll. Derselbe Wirkstoff ist unter dem Handelsnamen Mounjaro als verschreibungspflichtiges Fertigarzneimittel zugelassen; das hier angebotene Vial ist damit nicht identisch, und der Abschnitt weiter unten sagt, worin der Unterschied besteht. Wir liefern die Substanz als lyophilisiertes Pulver im verschlossenen Vial in drei Mengen.
Steckbrief
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Molekülklasse | Synthetisches Peptid, dualer GIP-/GLP-1-Rezeptoragonist |
| Kettenlänge | 39 Aminosäuren, mit C20-Fettdisäure-Seitenkette und zwei Aib-Positionen |
| Summenformel | C₂₂₅H₃₄₈N₄₈O₆₈ |
| Molekulargewicht | ≈ 4.813,5 g/mol |
| CAS-Nummer | 2023788-19-2 |
| Entwicklungscode | LY3298176 |
| Lieferform | Lyophilisiertes Pulver, verschlossenes Vial |
| Menge je Vial | 10 mg · 20 mg · 40 mg |
| Reinheit | ≥ 99 % (HPLC), unabhängig geprüft von Janoshik Analytical |
| Lagerung ungeöffnet | Bitte die Lagerangaben auf dem Etikett der gelieferten Charge beachten. |
| Haltbarkeit ungeöffnet | Maßgeblich ist das Verfallsdatum (EXP) auf dem Etikett bei Einhaltung der Lagerbedingungen. |
Forschungsstand: Wirkmechanismus und offene Fragen
Der wissenschaftliche Reiz des Moleküls liegt in der Kombination zweier Rezeptorwege in einer einzigen Kette. GLP-1-Rezeptoragonisten sind seit den 2000er-Jahren gut beschrieben; der GIP-Rezeptorweg war lange umstritten, weil frühere Arbeiten ihm eine gegenläufige Rolle im Fettstoffwechsel zuschrieben. Tirzepatid ist deshalb in der pharmakologischen Grundlagenforschung vor allem ein Werkzeug, um die Frage zu untersuchen, was die gleichzeitige Aktivierung beider Rezeptoren gegenüber der Aktivierung nur eines Rezeptors verändert.
Die Aminosäurekette leitet sich von der GIP-Sequenz ab. Zwei Positionen tragen die nichtproteinogene Aminosäure Aminoisobuttersäure (Aib), die den Abbau durch das Enzym Dipeptidylpeptidase-4 verlangsamt. An einem Lysin-Rest hängt über einen Linker eine Fettsäure-Seitenkette; sie bindet Albumin und ist der Grund für die im Vergleich zu nativem GIP deutlich längere Verweildauer im Plasma. Diese beiden Strukturmerkmale — Aib-Substitution und Acylierung — sind der eigentliche formulierungstechnische Kern der Substanz und der Grund, warum sie in Laboruntersuchungen als Referenz für lang wirksame Inkretin-Analoga dient.
Im Laboralltag wird Tirzepatid überwiegend in zellbasierten Systemen eingesetzt, in denen die beiden Rezeptoren einzeln oder gemeinsam exprimiert werden, und in denen sich das nachgeschaltete Signal — typischerweise über den zyklischen AMP-Weg — messen lässt. Solche Ansätze beantworten Fragen nach Rezeptorselektivität, nach dem Verhältnis der Signalstärken an beiden Rezeptoren und nach dem Verhalten der Substanz gegenüber Referenzliganden. Sie beantworten ausdrücklich keine Fragen nach Wirkung, Sicherheit oder Verträglichkeit in einem Organismus; dafür sind sie nicht gemacht.
Für den zugelassenen Arzneistoff liegen umfangreiche klinische Daten aus den Studienprogrammen des Herstellers vor; ein Beispiel ist die Untersuchung von Jastreboff und Kollegen im New England Journal of Medicine 2022 (SURMOUNT-1). Diese Daten betreffen ein zugelassenes Fertigarzneimittel unter kontrollierten klinischen Bedingungen — nicht das hier angebotene Forschungsreagenz. Wir führen sie an, weil sie die wissenschaftliche Einordnung des Moleküls ermöglichen, nicht als Aussage über dieses Produkt.
Forschungsreagenz oder Arzneimittel — der Unterschied ist hier entscheidend
Tirzepatid ist der Wirkstoff zugelassener Arzneimittel. Mounjaro und Zepbound sind Fertigarzneimittel des Herstellers Eli Lilly: geprüft, behördlich zugelassen, verschreibungspflichtig, mit Fachinformation, Chargenfreigabe nach Arzneibuch und ärztlicher Begleitung.
Ihr Anwendungsgebiet liegt im Stoffwechsel. Mounjaro ist bei Typ-2-Diabetes zugelassen sowie zum Gewichtsmanagement bei Adipositas und bei Übergewicht mit einer begleitenden Erkrankung; Zepbound ist der Name, unter dem Eli Lilly denselben Wirkstoff in den Vereinigten Staaten für das zweite Anwendungsgebiet führt. In Deutschland sind solche Präparate ausschließlich über Apotheken und nur gegen Rezept verfügbar, und über ihren Einsatz entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt anhand einer Diagnose.
Das hier angebotene Produkt ist ausdrücklich keines dieser Arzneimittel und auch kein Ersatz dafür. Es ist ein Forschungsreagenz: lyophilisiertes Pulver in einem Vial, ohne arzneimittelrechtliche Zulassung, ohne Fachinformation, ohne pharmazeutische Chargenfreigabe und ohne Bestimmung zur Anwendung am Menschen. Wer ein Arzneimittel benötigt, wendet sich an eine Ärztin oder einen Arzt und an eine Apotheke. Wer eine Substanz für Laboruntersuchungen benötigt, ist hier richtig. Diese beiden Wege sind nicht austauschbar, und wir stellen sie ausdrücklich nicht als austauschbar dar.
„Abnehmspritze“, Fertigpen, Generikum — was wir nicht führen
Wer nach der Abnehmspritze mit Tirzepatid sucht, sucht in aller Regel den Fertigpen eines zugelassenen Arzneimittels: eine gebrauchsfertige, bereits gelöste und portionierte Spritze aus der Apotheke, im Handel unter dem Namen Mounjaro oder Zepbound. Diesen Pen führen wir nicht — weder als Original noch als Generikum. Ein Forschungsvial ist auch kein Generikum: Dazu fehlen ihm Zulassung, Bioäquivalenznachweis und Fachinformation, und genau diese drei Dinge machen ein Generikum aus.
Was wir stattdessen anbieten, steht oben im Kaufbereich: ein verschlossenes Vial mit lyophilisiertem Pulver in 10, 20 oder 40 mg — ohne Lösungsmittel, ohne Applikationshilfe, ohne Dosiermechanik. Wer eine Abnehmspritze sucht, klärt Bezug und Kosten mit Ärztin oder Arzt und mit einer Apotheke. Wer Substanz für Laboruntersuchungen sucht, findet hier genau das und nichts darüber hinaus.
Daraus folgt auch, was der häufig gesuchte Zusatz „ohne Rezept“ hier bedeutet — und was nicht. Dass für dieses Vial kein Rezept nötig ist, liegt nicht daran, dass wir ein verschreibungspflichtiges Präparat leichter zugänglich machten. Es liegt daran, dass es sich um eine andere Warengruppe handelt: Laborchemikalie statt Fertigarzneimittel. Wer den Wirkstoff sucht, um ihn an sich selbst anzuwenden, umgeht über diese Seite kein Rezept, sondern greift zum falschen Produkt.
Was nicht bekannt ist
Zur Redlichkeit gehört die Gegenrichtung. Für dieses Produkt gilt:
- Keine Zulassungsdaten für dieses Material. Alles, was über Tirzepatid in klinischen Studien bekannt ist, wurde mit pharmazeutisch gefertigter Ware erhoben. Von einer Forschungscharge auf diese Ergebnisse zu schließen, ist wissenschaftlich nicht zulässig.
- Langzeitdaten über mehrere Jahre fehlen auch für den Arzneistoff selbst; die Substanz ist erst seit wenigen Jahren im Markt.
- Zur Stabilität rekonstituierter Lösungen außerhalb definierter Pufferbedingungen gibt es keine allgemein gültigen Angaben. Was im Abschnitt „Handhabung im Labor“ steht, ist übliche Laborpraxis, keine gemessene Angabe für diese Charge.
Rechtslage in Deutschland
Der Handel mit Tirzepatid als Forschungschemikalie ist zulässig, solange die Substanz nicht als Arzneimittel in den Verkehr gebracht wird. Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Sobald ein Produkt zur Anwendung am Menschen bestimmt ist oder dafür beworben wird, fällt es unter das Arzneimittelgesetz und benötigt eine Zulassung. Dieses Vial ist ausdrücklich nicht dafür bestimmt. Ausführlicher steht das im Beitrag zur rechtlichen Einordnung von Forschungspeptiden.
Handhabung im Labor
Das Vial enthält lyophilisiertes Pulver unter Vakuum oder Schutzgas. Vor dem Öffnen lässt man es auf Raumtemperatur kommen, damit sich kein Kondenswasser auf dem Feststoff niederschlägt — Feuchtigkeit ist der wichtigste Einzelfaktor für den Abbau lyophilisierter Peptide.
Zur Rekonstitution wird das Lösungsmittel langsam an der Innenwand des Vials entlang zugegeben, nicht direkt auf das Pulver. Anschließend das Vial vorsichtig schwenken, bis die Lösung klar ist. Nicht schütteln: Scherkräfte und Schaumbildung an der Phasengrenze begünstigen Aggregation. Als Lösungsmittel ist bakteriostatisches Wasser für Laborzwecke üblich, weil der Benzylalkohol-Zusatz mikrobielles Wachstum in mehrfach entnommenen Ansätzen hemmt.
Die Konzentration ergibt sich aus Vialinhalt geteilt durch Lösungsmittelvolumen. Für diese Rechnung steht der Rechner für Lösungsmittel und Konzentration bereit; er ist Laborarithmetik und ausdrücklich keine Anwendungsempfehlung. Rekonstituierte Ansätze werden gekühlt und lichtgeschützt gelagert; wiederholtes Einfrieren und Auftauen ist zu vermeiden, weil jeder Zyklus Aggregate erzeugt.
Welche Vialgröße für welchen Zweck
Wir führen drei Größen auf einer Seite, weil sich Varianten desselben Stoffes nicht auf getrennte URLs verteilen lassen, ohne dass Käufer und Suchmaschine den Überblick verlieren. Fachlich unterscheiden sie sich nur in der Menge Feststoff je Vial, nicht in der Substanz.
Für Vorversuche und Methodenetablierung ist die kleine Einheit meist die sinnvollere Wahl: Ein einmal rekonstituiertes Vial ist begrenzt haltbar, und verworfene Lösung ist teurer als ein zweites kleines Vial. Wer eine Messreihe mit vielen Ansätzen plant und dabei dieselbe Charge über den gesamten Versuch verwenden möchte, fährt mit der größeren Einheit günstiger — sowohl beim Grundpreis je Milligramm als auch methodisch, weil Chargenwechsel innerhalb einer Versuchsreihe eine zusätzliche Fehlerquelle sind.
Warum der Grundpreis je Milligramm zählt
Ein 40-mg-Vial ist nicht deshalb teurer als ein 10-mg-Vial, weil es besser wäre — es enthält viermal so viel Substanz. Wer Angebote vergleicht, vergleicht deshalb den Grundpreis je Milligramm, nicht den Preis je Fläschchen. Genau dieser Wert fehlt bei den meisten Anbietern. Wir weisen ihn an jeder Variante aus: 10 mg: 5,50 € / mg · 20 mg: 7,50 € / mg · 40 mg: 6,00 € / mg. Der zweite Punkt, der in den Vergleich gehört, ist die Belegbarkeit der Reinheit — ohne chargenbezogenes Zertifikat ist der Preis je Milligramm eine Zahl ohne Bezugsgröße. Wie wir das handhaben, steht auf der Seite Qualität und Analysezertifikate.
Häufige Fragen
Kann ich Tirzepatid ohne Rezept kaufen? Als Arzneimittel nein — Mounjaro und Zepbound sind verschreibungspflichtig, bei Typ-2-Diabetes und bei Adipositas zugelassen und nur über Arzt und Apotheke erhältlich. Das hier angebotene Vial ist kein Arzneimittel, sondern eine Forschungschemikalie ohne Bestimmung zur Anwendung am Menschen. Es ersetzt keine ärztliche Verordnung.
Ist das hier angebotene Tirzepatid dasselbe wie Mounjaro? Nein. Mounjaro ist ein Fertigarzneimittel mit Zulassung, Fachinformation, pharmazeutischer Chargenfreigabe und Apothekenpflicht. Hier steht lyophilisiertes Pulver ohne all das. Der Name des Wirkstoffs ist derselbe, die Warengruppe ist es nicht — und rechtlich entscheidet die Warengruppe.
Kann man mit diesem Vial abnehmen? Die Frage zielt auf das zugelassene Präparat, nicht auf dieses Produkt. Gewichtsreduktion ist ein Anwendungsgebiet von Mounjaro und Zepbound und wird ärztlich begleitet. Unser Vial ist Laborware ohne Bestimmung zur Anwendung am Menschen; zum Abnehmen geben wir deshalb keine Auskunft, weder hier noch auf Anfrage.
Wie viel kostet Tirzepatid? Der Preis der drei Varianten steht im Kaufbereich oben. Aussagekräftig ist der Grundpreis je Milligramm, weil sich nur damit Vials unterschiedlicher Größe vergleichen lassen. Preise für Fertigarzneimittel aus der Apotheke sind mit einem Forschungsreagenz nicht vergleichbar; es sind verschiedene Produkte mit verschiedenen Anforderungen.
Was ist besser, Tirzepatid oder Ozempic? Diese Frage vergleicht zwei verschreibungspflichtige Arzneimittel und ist eine medizinische Frage. Sie gehört zu Ärztin oder Arzt, nicht in eine Produktbeschreibung für Laborbedarf. Wir beantworten sie nicht.
Wo kann ich Tirzepatid-Tabletten kaufen? Bei uns nicht. Tirzepatid führen wir ausschließlich als lyophilisiertes Pulver im Vial; wer hier bestellt, bestellt genau diese Lieferform. Eine Tablettenform ist nicht Teil unseres Sortiments. Das gilt auch für die häufig gesuchte Variante „Tirzepatid Tabletten rezeptfrei“: Eine orale Darreichung dieses Wirkstoffs ist nirgends zugelassen — weder rezeptpflichtig noch rezeptfrei.
Worin unterscheidet sich Tirzepatid von Retatrutide? Tirzepatid bindet an zwei Rezeptoren (GIP und GLP-1). Retatrutide wird als Agonist an drei Rezeptoren beschrieben (zusätzlich am Glukagonrezeptor) und befindet sich in einem früheren Stadium der Entwicklung. Für Retatrutide existiert bislang keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Beide sind bei uns ausschließlich Forschungsreagenzien.
Wie wirkt Tirzepatid? Es aktiviert gleichzeitig GIP- und GLP-1-Rezeptoren. Die Beschreibung des Mechanismus steht oben im Abschnitt zum Forschungsstand. Aussagen darüber, wie der Wirkstoff im menschlichen Körper wirkt, betreffen das zugelassene Präparat und nicht dieses Produkt.
Verwandte Produkte
- Retatrutide als Vial in vier Mengen — dreifacher Rezeptoragonist und die am häufigsten gesuchte Alternative innerhalb dieser Substanzgruppe
- Bakteriostatisches Wasser für die Rekonstitution — 3 ml und 10 ml
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