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KPV

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Artikelnummer: ACE-kpv

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AcePeptides / PRODUKTWISSEN

Beschreibung

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KPV online kaufen: Wir geben das Vial ausschließlich über diesen Shop ab. Eine Abgabe über Apotheken oder den stationären Handel gibt es bei uns nicht.

Nur für Forschungszwecke. Dieses Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in der Laborforschung bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Nicht für den Gebrauch am Menschen oder am Tier.

Was KPV ist

KPV ist ein Tripeptid — eine Kette aus nur drei Aminosäuren: Lysin, Prolin und Valin. Es entspricht dem C-terminalen Ende des Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH), also dessen Positionen 11 bis 13. In der entzündungsbiologischen Grundlagenforschung dient es als Modellsubstanz für die Frage, welcher Teil eines größeren Signalpeptids für welchen Effekt verantwortlich ist. Lieferform ist lyophilisiertes Pulver im verschlossenen Vial.

Steckbrief

Angabe Wert
Molekülklasse Tripeptid, C-terminales Fragment von α-MSH (11–13)
Sequenz Lys-Pro-Val
Einbuchstabencode KPV
Molekulargewicht ≈ 342,4 g/mol (freie Base)
CAS-Nummer 67727-97-3
Lieferform Lyophilisiertes Pulver, verschlossenes Vial
Menge je Vial 10 mg
Reinheit ≥ 99 % (HPLC), unabhängig geprüft von Janoshik Analytical
Lagerung ungeöffnet Bitte die Lagerangaben auf dem Etikett der gelieferten Charge beachten.
Haltbarkeit ungeöffnet Maßgeblich ist das Verfallsdatum (EXP) auf dem Etikett bei Einhaltung der Lagerbedingungen.

Forschungsstand: was an KPV untersucht wird

Die Geschichte von KPV beginnt mit einer Zerlegung. α-MSH ist ein Peptid aus dreizehn Aminosäuren mit zwei sehr verschiedenen Eigenschaften: Es aktiviert Melanocortinrezeptoren — daher der Zusammenhang mit Pigmentierung — und es wird zugleich in Zellmodellen mit entzündungsdämpfenden Effekten beschrieben. Die naheliegende Frage der Peptidchemie lautete, ob sich diese beiden Eigenschaften trennen lassen.

Die Antwort steckt in der Struktur. Der für die Rezeptoraktivierung entscheidende Kernbereich von α-MSH liegt in der Mitte der Kette. Das C-terminale Tripeptid KPV enthält ihn nicht. In der Literatur wird KPV deshalb als Fragment beschrieben, das die in Zellmodellen beobachteten entzündungsbezogenen Eigenschaften des Ausgangsmoleküls zeigt, ohne dessen melanocortinerge Rezeptorwirkung — also ohne den Pigmentierungsbezug. Das macht KPV zu einem sauberen Werkzeug, um in Versuchsansätzen genau eine der beiden Eigenschaften zu adressieren.

KPV ist damit ein Beispiel für ein Prinzip, das in der Peptidforschung regelmäßig auftaucht: Ein großes Signalmolekül trägt mehrere Funktionen in verschiedenen Abschnitten seiner Kette, und erst die Zerlegung in Fragmente macht sichtbar, welcher Abschnitt wofür zuständig ist.

Untersucht wird KPV überwiegend in Zellkultur und in Nagermodellen. Beschrieben werden unter anderem eine Aufnahme in Epithelzellen über den Peptidtransporter PepT1, Effekte auf entzündungsassoziierte Signalwege in kultivierten Zellen sowie Untersuchungen in Tiermodellen entzündlicher Darmerkrankungen und an Keratinozyten. Weil die Kette so kurz ist, gilt KPV zudem als Beispiel dafür, dass biologische Aktivität nicht an eine Mindestlänge gebunden ist — ein methodisch wichtiger Punkt, weil kurze Peptide synthetisch günstig und analytisch gut charakterisierbar sind.

Prolin an Position zwei — warum das für die Lagerung wichtig ist

Ein Detail der Sequenz hat unmittelbare Folgen für die Laborpraxis. KPV trägt Prolin an der zweiten Position, und Peptide mit dieser Anordnung neigen in Lösung zu einer bestimmten Abbaureaktion: Die beiden N-terminalen Reste können sich zu einem Ring schließen und als Diketopiperazin vom Rest des Moleküls abspalten. Begünstigt wird das durch Wärme, durch längere Lagerung in Lösung und durch ungünstige pH-Bedingungen.

Für die Praxis heißt das zweierlei. Erstens: Wenn Sie das Material länger vorhalten wollen, lagern Sie es als Lyophilisat und nicht als Lösung. Zweitens: Eine Reinheitsangabe bezieht sich immer auf den Prüfzeitpunkt der Charge, nicht auf den Zustand einer Lösung, die seit Wochen im Kühlschrank steht. Das ist kein Mangel dieses Produkts, sondern eine Eigenschaft der Sequenz, und wer sie kennt, plant seine Ansätze anders.

Warum die Analytik eines Tripeptids ohne Aromaten Aufmerksamkeit verlangt

Lysin, Prolin und Valin tragen keinen aromatischen Ring. Damit fehlt KPV die Gruppe, über die längere Peptide mit Tryptophan, Tyrosin oder Phenylalanin bei einer Wellenlänge um 280 nm im UV-Detektor sichtbar werden. Gemessen wird stattdessen die Peptidbindung selbst, im Bereich um 214 nm — eine deutlich unspezifischere Wellenlänge, bei der auch Lösungsmittelanteile und Pufferbestandteile mit absorbieren.

Für die Beurteilung eines Prüfberichts folgt daraus ein praktischer Punkt: Zur Reinheitsangabe gehören die verwendete Detektionswellenlänge und das Chromatogramm, nicht nur die Prozentzahl am Ende der Tabelle. Und der zweite Nachweis über die Masse ist bei einer so kurzen Kette kein Zusatz, sondern die eigentliche Identitätsprüfung: Drei Aminosäuren lassen sich in mehreren Reihenfolgen anordnen, und alle hätten dieselbe Summenformel.

KPV in Mischprodukten

KPV ist ein Bestandteil der Mischung KLOW, die zusätzlich TB-500, BPC-157 und GHK-Cu enthält. Für Versuchsaufbauten, in denen der Beitrag einer einzelnen Komponente untersucht werden soll, ist die Einzelsubstanz die richtige Wahl — in einer Mischung lässt sich ein beobachteter Effekt keinem der vier Bestandteile zuordnen. Wer die Mischung sucht, findet sie unter KLOW als Vier-Komponenten-Vial.

Was nicht bekannt ist

  • Es gibt praktisch keine kontrollierten Untersuchungen am Menschen. Die Datenlage besteht aus Zellkultur- und Tiermodellarbeiten. Übertragungen auf den Menschen sind Spekulation, nicht Schlussfolgerung.
  • Die Fallzahlen der Tiermodelle sind klein, die Modelle heterogen, und unabhängige Replikationen sind selten.
  • Zur Verweildauer im Organismus liegen kaum belastbare Angaben vor. Ein Tripeptid ist ein sehr kleines Molekül; Aussagen zu Aufnahme, Verteilung und Abbau lassen sich aus den vorliegenden Arbeiten nicht verallgemeinern.
  • Keine arzneimittelrechtliche Zulassung, in keinem Land.
  • Die Zuordnung zur Muskel- und Regenerationsgruppe beschreibt das Forschungsfeld, in dem die Substanz untersucht wird — nicht einen belegten Effekt auf Muskulatur oder Regeneration beim Menschen.

Rechtslage in Deutschland

Der Handel mit KPV als Forschungschemikalie ist zulässig, solange die Substanz nicht als Arzneimittel in den Verkehr gebracht wird. Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Sobald ein Produkt zur Anwendung am Menschen bestimmt ist oder dafür beworben wird, fällt es unter das Arzneimittelgesetz und benötigt eine Zulassung. Dieses Vial ist ausdrücklich nicht dafür bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Ausführlich behandelt das der Beitrag zur rechtlichen Einordnung von Forschungspeptiden.

Handhabung im Labor

Das Vial vor dem Anstechen auf Raumtemperatur bringen. An kaltem Glas kondensiert Luftfeuchtigkeit auf dem Lyophilisat, und Wasser ist die häufigste Ursache für Qualitätsverlust bei lyophilisierten Peptiden.

KPV ist als kurzes, basisches Peptid in wässrigen Systemen gut löslich. Das Lösungsmittel trotzdem langsam an der Innenwand zugeben und das Vial schwenken statt schütteln: Schaumbildung an der Luft-Wasser-Grenzfläche führt zu Substanzverlust durch Adsorption. Bei sehr verdünnten Ansätzen ist die Adsorption an Gefäßwände ein spürbarer Faktor — hier arbeitet man mit peptidarm bindenden Gefäßen, sofern der Versuchsaufbau es zulässt.

Für Ansätze, aus denen mehrfach entnommen wird, ist bakteriostatisches Wasser für Laborzwecke das übliche Lösungsmittel. Die Konzentration je Milliliter ergibt sich aus dem Vialinhalt geteilt durch das zugegebene Volumen; die Umrechnung übernimmt der Peptid-Rechner. Er ist Laborarithmetik und ausdrücklich keine Dosierungsempfehlung. Rekonstituierte Lösungen kühl, dunkel und aliquotiert lagern; jeder Frier-Tau-Zyklus erhöht den Aggregatanteil.

Warum der Grundpreis je Milligramm zählt

Bei einem Tripeptid ist die Frage nach der Bezugsgröße besonders relevant. Lyophilisierte Peptide liegen üblicherweise als Salz vor — Acetat oder Trifluoracetat —, und je kürzer die Kette, desto größer ist der Massenanteil, den Gegenion und Restwasser an der Einwaage haben. Bei einem Molekulargewicht von rund 342 g/mol fällt dieser Anteil prozentual deutlich stärker ins Gewicht als bei einem Peptid mit mehreren tausend g/mol.

Deshalb weisen wir den Grundpreis je Milligramm aus, damit Sie Angebote ohne eigene Umrechnung vergleichen können — 3,59 € / mg. Der Grundpreis bezieht sich auf die Füllmenge laut Etikett. Von elf Wettbewerber-Produktseiten, die wir im September 2026 angesehen haben, wiesen zwei überhaupt einen Grundpreis aus; die Bezugsgröße nannte in unserer Auswertung keine. Wie wir Reinheits- und Identitätsnachweise handhaben, steht unter Qualität und Analysezertifikate.

Häufige Fragen

Welche Wirkung hat KPV? In Zellmodellen und Tiermodellen wird KPV im Zusammenhang mit entzündungsassoziierten Signalwegen beschrieben; berichtet wird außerdem eine Aufnahme in Epithelzellen über den Peptidtransporter PepT1. Diese Befunde stammen aus präklinischen Systemen. Aussagen über eine Wirkung am Menschen machen wir nicht — kontrollierte Humanstudien fehlen praktisch vollständig.

Welche Dosierung hat KPV? Wir nennen keine. Eine Dosierungsangabe wäre eine Anwendungsempfehlung für den Menschen und bei einem Forschungsreagenz weder zulässig noch fachlich vertretbar. Für die Umrechnung von Vialinhalt in Konzentration je Milliliter steht der Rechner für Konzentration und Volumen bereit.

Was ist der Unterschied zwischen KPV und α-MSH? α-MSH ist das vollständige Peptid aus dreizehn Aminosäuren und aktiviert Melanocortinrezeptoren. KPV ist dessen C-terminales Dreier-Fragment und enthält den für die Rezeptoraktivierung entscheidenden Kernbereich nicht. In der Literatur wird KPV deshalb ohne den Pigmentierungsbezug des Ausgangsmoleküls beschrieben.

Was bringen Erfahrungsberichte zu KPV? Für die Bewertung der Substanz nichts. Berichte aus Foren sind unkontrolliert, nicht verblindet und ohne Prüfung von Identität und Reinheit des verwendeten Materials. Wir veröffentlichen keine Erfahrungsberichte und behandeln fremde nicht als Beleg.

Ist KPV in Deutschland legal? Der Handel als Forschungschemikalie ist zulässig. Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Dieses Vial ist kein Arzneimittel und nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt.

Warum ist ein Vial mit nur drei Aminosäuren nicht deutlich billiger? Der Preis eines synthetischen Peptids folgt nicht allein der Kettenlänge. Er setzt sich aus Syntheseaufwand, Aufreinigung, Analytik, Abfüllung unter kontrollierten Bedingungen und Chargendokumentation zusammen. Der Aufreinigungs- und Prüfaufwand fällt bei einem Tripeptid ähnlich an wie bei einer längeren Kette; nur der reine Syntheseschritt ist kürzer. Deshalb ist der Grundpreis je Milligramm die einzige Größe, über die sich Angebote sinnvoll vergleichen lassen.

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Zusätzliche Informationen

Ausführung

10 mg

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