Beschreibung
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MOTS-c online kaufen: Wir geben beide Füllmengen ausschließlich über diesen Shop ab; eine Abgabe über Apotheken oder den stationären Handel gibt es bei uns nicht.
Verfügbarkeit: Verfügbar (je nach Ausführung) · Versand und Laufzeiten: Lieferbedingungen im Überblick
Nur für Forschungszwecke. Dieses Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in der Laborforschung bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Nicht für den Gebrauch am Menschen oder am Tier.
Was MOTS-c ist
MOTS-c ist ein Peptid aus 16 Aminosäuren, dessen Bauplan nicht im Zellkern liegt, sondern im Erbgut der Mitochondrien — genauer in einem kurzen Leseraster innerhalb des Gens für die mitochondriale 12S-rRNA. Es gehört damit zu den mitochondrial kodierten Peptiden, einer erst seit wenigen Jahren beschriebenen Substanzklasse. In der Stoffwechsel- und Alternsforschung wird es als Werkzeug eingesetzt, um die Kommunikation zwischen Mitochondrium und Zellkern zu untersuchen. Lieferform ist lyophilisiertes Pulver im verschlossenen Vial.
Steckbrief
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Molekülklasse | Mitochondrial kodiertes Peptid (MDP), 16 Aminosäuren |
| Sequenz | Met-Arg-Trp-Gln-Glu-Met-Gly-Tyr-Ile-Phe-Tyr-Pro-Arg-Lys-Leu-Arg |
| Einbuchstabencode | MRWQEMGYIFYPRKLR |
| Molekulargewicht | ≈ 2.174,6 g/mol |
| CAS-Nummer | 1627580-64-6 |
| Kodierendes Gen | Leseraster im mitochondrialen 12S-rRNA-Gen (MT-RNR1) |
| Lieferform | Lyophilisiertes Pulver, verschlossenes Vial |
| Menge je Vial | 10 mg · 40 mg |
| Gemessener Inhalt der Probe | 10,94 mg laut Janoshik-Prüfbericht #237861 · Charge A2608; Messwert der untersuchten Probe, nicht aller Vialgrößen |
| Reinheit | 98,652 % laut Janoshik-Prüfbericht #237861 · untersuchte Probe der Charge A2608 · geprüft am 23.09.2026 |
| Analysezertifikat | Prüfbericht #237861 zur Charge A2608 in der Produktgalerie · Bei Janoshik verifizieren |
| Lagerung ungeöffnet | Bitte die Lagerangaben auf dem Etikett der gelieferten Charge beachten. |
| Haltbarkeit ungeöffnet | Maßgeblich ist das Verfallsdatum (EXP) auf dem Etikett bei Einhaltung der Lagerbedingungen. |
Forschungsstand: was an MOTS-c untersucht wird
MOTS-c wurde 2015 von Lee und Kollegen in der Fachzeitschrift Cell Metabolism beschrieben. Das Bemerkenswerte an dem Befund war weniger das Peptid selbst als die Erkenntnis dahinter: Das mitochondriale Genom, lange als reiner Bauplan für Atmungskettenkomponenten und RNA verstanden, kodiert offenbar auch kurze regulatorische Peptide, die außerhalb des Mitochondriums wirken. MOTS-c ist der am besten untersuchte Vertreter dieser Klasse.
Der in der Literatur beschriebene Mechanismus verläuft über den Folat-Methionin-Zyklus. Dessen Hemmung führt zur Anhäufung eines Zwischenprodukts, das seinerseits die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) anspricht — jenen zellulären Energiesensor, der bei niedrigem Energiestatus die Umschaltung von Aufbau- auf Abbauwege koordiniert. Beschrieben ist außerdem, dass MOTS-c unter metabolischem Stress in den Zellkern wandert und dort an der Regulation von Stressantwortgenen beteiligt ist. Ein mitochondrial kodiertes Peptid, das im Zellkern Transkription mitreguliert, ist konzeptionell neu und der Grund für die Aufmerksamkeit, die das Molekül erfährt.
Ein zweiter Strang betrifft die Skelettmuskulatur. In Nagermodellen wird MOTS-c im Zusammenhang mit körperlicher Belastung und mit altersabhängigen Veränderungen der Muskelfunktion untersucht. Wir führen die Substanz deshalb in der Gruppe der muskelbezogenen Forschungspeptide — das ist eine Sortimentszuordnung nach Forschungsfeld und ausdrücklich keine Aussage darüber, dass ein Effekt auf die menschliche Muskulatur belegt wäre.
Einordnung: die Familie der mitochondrial kodierten Peptide
MOTS-c steht nicht allein. Als erster Vertreter dieser Klasse wurde Anfang der 2000er-Jahre Humanin beschrieben, ebenfalls in einem Leseraster innerhalb eines mitochondrialen rRNA-Gens. Später kamen weitere kurze Peptide hinzu, die aus demselben Genomabschnitt abgeleitet werden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sehr kurz sind, dass ihre Leseraster in Sequenzen liegen, die man zuvor ausschließlich als RNA-Gene gelesen hatte, und dass sie in Zellsystemen als Stress- und Stoffwechselregulatoren beschrieben werden.
Für die Laborpraxis ist diese Einordnung wichtiger, als sie klingt: Die Substanzklasse ist jung, die Nomenklatur ist noch nicht überall einheitlich, und Sequenzangaben verschiedener Anbieter weichen gelegentlich voneinander ab. Wer MOTS-c bestellt, sollte die gelieferte Sequenz gegen die im Steckbrief genannte Kette abgleichen — das ist der einfachste und zuverlässigste Identitätscheck, den ein Labor ohne eigene Analytik durchführen kann.
Woher der Name kommt
MOTS-c ist keine Marke und keine Wirkungsbeschreibung, sondern eine Abkürzung für die Fundstelle: mitochondriales offenes Leseraster („open reading frame“) im 12S-rRNA-Gen, Typ c. Der Name benennt also, wo im Genom das Peptid kodiert ist — anders als bei Substanznamen, die sich von einer beobachteten Eigenschaft ableiten.
Für die Literaturrecherche ist das ein praktischer Hinweis. Ein erheblicher Teil der einschlägigen Arbeiten läuft unter dem Oberbegriff der mitochondrial kodierten Peptide und nennt MOTS-c nicht im Titel. Wer nur den Substanznamen sucht, übersieht diesen Teil des Feldes. Umgekehrt bezeichnen die Schreibweisen MOTS-c, MOTS c und MOTSc dasselbe Molekül; sie werden in Handel und Literatur nebeneinander verwendet und sagen nichts über eine Materialqualität aus.
Was nicht bekannt ist
Bei MOTS-c ist die Lücke zwischen öffentlicher Wahrnehmung und Datenlage besonders groß. Was tatsächlich gilt:
- Fast alles stammt aus Zellkultur und Nagermodellen. Belastbare kontrollierte Untersuchungen am Menschen fehlen weitgehend.
- Die Messung von körpereigenem MOTS-c ist methodisch umstritten. Die dafür eingesetzten Antikörper-Testsysteme sind in ihrer Spezifität wiederholt hinterfragt worden. Publizierte Konzentrationswerte aus Blutproben sind deshalb mit Vorsicht zu lesen.
- Keine Langzeitdaten. Zum Verhalten über längere Zeiträume liegen keine Datensätze vor, die eine Aussage tragen würden.
- Keine arzneimittelrechtliche Zulassung. MOTS-c ist in keinem Land als Arzneimittel zugelassen.
Diese Punkte sprechen nicht gegen das Molekül als Forschungsgegenstand — sie beschreiben nur genau, wo die Forschung heute steht. Ein Peptid, das erst seit gut zehn Jahren bekannt ist, kann keine Evidenzbasis haben, die einer seit Jahrzehnten untersuchten Substanz entspricht; das ist kein Mangel, sondern der normale Zustand eines jungen Forschungsfelds. Wer eine Substanz für einen Versuchsaufbau auswählt, braucht diese Information.
Rechtslage in Deutschland
Der Handel mit MOTS-c als Forschungschemikalie ist zulässig, solange die Substanz nicht als Arzneimittel in den Verkehr gebracht wird. Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Sobald ein Produkt zur Anwendung am Menschen bestimmt ist oder dafür beworben wird, fällt es unter das Arzneimittelgesetz und benötigt eine Zulassung. Dieses Vial ist ausdrücklich nicht dafür bestimmt. Es ist kein Arzneimittel, kein Nahrungsergänzungsmittel und kein Kosmetikum. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zur rechtlichen Einordnung von Forschungspeptiden.
Handhabung im Labor
Das ungeöffnete Vial vor dem Anstechen auf Raumtemperatur kommen lassen. Wird kaltes Glas geöffnet, kondensiert Luftfeuchtigkeit auf dem Lyophilisat; Wasser ist bei lyophilisierten Peptiden die häufigste Ursache für Qualitätsverlust noch vor dem ersten Versuch.
Die Sequenz von MOTS-c enthält zwei Methionin- und einen Tryptophanrest. Alle drei Seitenketten sind oxidationsempfindlich. Praktisch heißt das: Lösungen lichtgeschützt ansetzen, den Kontakt mit Luftsauerstoff kurz halten, Ansätze nicht über Stunden offen bei Raumtemperatur stehen lassen. Das Lösungsmittel langsam an der Vialwand entlang zugeben und das Vial schwenken, nicht schütteln — Schaumbildung an der Phasengrenze begünstigt Aggregation.
Für Ansätze, aus denen mehrfach entnommen wird, ist bakteriostatisches Wasser für Laborzwecke das übliche Lösungsmittel. Die Konzentration je Milliliter ergibt sich aus dem Vialinhalt geteilt durch das zugegebene Volumen; die Umrechnung nimmt der Rechner für die Rekonstitution ab. Er ist Laborarithmetik und ausdrücklich keine Dosierungsempfehlung. Rekonstituierte Lösungen gekühlt, dunkel und aliquotiert lagern; jeder Frier-Tau-Zyklus erhöht den Aggregatanteil.
Warum der Grundpreis je Milligramm zählt
Das 40-mg-Vial ist nicht „besser“ als das 10-mg-Vial, es enthält viermal so viel Substanz. Vergleichbar werden Angebote erst über den Preis je Milligramm. Genau diese Angabe fehlt bei den meisten Anbietern: Von elf im September 2026 gemessenen Produktseiten der Wettbewerber weisen zwei einen Grundpreis aus. Wir weisen ihn an jeder Variante aus: 10 mg: 3,49 € / mg · 40 mg: 3,12 € / mg.
Der Vergleich trägt allerdings nur unter zwei Bedingungen. Erstens muss klar sein, ob sich die Mengenangabe auf die Bruttoeinwaage des Lyophilisats oder auf den reinen Peptidgehalt bezieht — beides ist üblich, und die Differenz geht in die Prozente. Zweitens muss die Reinheit chargenbezogen belegt sein. Wie wir das handhaben, steht unter Qualität und Analysezertifikate.
Häufige Fragen
Welche Wirkung hat MOTS-c? In der Forschungsliteratur wird MOTS-c als mitochondrial kodiertes Peptid beschrieben, das über den Folat-Methionin-Zyklus die AMP-aktivierte Proteinkinase anspricht und unter Stressbedingungen an der Regulation von Stressantwortgenen im Zellkern beteiligt ist. Diese Befunde stammen aus Zellsystemen und Nagermodellen. Aussagen über eine Wirkung am Menschen machen wir nicht — sie wären beim derzeitigen Stand der Daten nicht belegbar.
Welche Nebenwirkungen hat MOTS-c? Ein Sicherheitsprofil für den Menschen existiert nicht, weil die dafür notwendigen Untersuchungen nicht durchgeführt wurden. Das ist keine Entwarnung, sondern eine Wissenslücke. Das Produkt ist nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt.
Ist MOTS-c in Deutschland legal? Der Handel als Forschungschemikalie ist zulässig. Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Dieses Vial ist kein Arzneimittel und nicht für die Anwendung am Menschen bestimmt.
Worin unterscheidet sich MOTS-c von SS-31? Beide werden im Zusammenhang mit mitochondrialer Funktion untersucht, setzen aber an verschiedenen Stellen an. MOTS-c ist ein mitochondrial kodiertes Signalpeptid, das im Zellkern wirkt. SS-31 ist ein synthetisches Tetrapeptid, das in der Literatur als an die innere Mitochondrienmembran bindend beschrieben wird. Details stehen auf der Seite zu SS-31 (Elamipretid) im 10-mg-Vial.
Welche Vialgröße ist die richtige? Fachlich unterscheiden sich die Varianten nur in der Menge Feststoff. Für Vorversuche ist die kleine Einheit meist sinnvoller, weil rekonstituierte Lösung begrenzt haltbar ist. Für längere Messreihen mit einer einzigen Charge ist die große Einheit günstiger — sowohl im Grundpreis als auch methodisch, weil ein Chargenwechsel mitten in der Versuchsreihe eine zusätzliche Fehlerquelle wäre.
Woran erkenne ich, dass ich tatsächlich MOTS-c erhalten habe? Der erste Abgleich ist die Sequenz: Sie muss in der Lieferspezifikation stehen und mit der oben genannten Kette übereinstimmen. Der zweite ist das chargenbezogene Analysezertifikat mit Identitätsnachweis, üblicherweise über Massenspektrometrie, und Reinheitsbestimmung, üblicherweise über HPLC. Entscheidend ist, dass das Zertifikat eine Chargennummer trägt, die auch auf dem Vial steht. Ein Zertifikat ohne zuordenbare Charge sagt über das Vial in Ihrer Hand nichts aus. Der Janoshik-Prüfbericht #237861 vom 23.09.2026 dokumentiert für die untersuchte MOTS-c-Probe der Charge A2608 eine Reinheit von 98,652 % und einen gemessenen Inhalt von 10,94 mg. Der Inhalt ist ein Messwert dieser Probe, keine Füllmengenangabe für sämtliche angebotenen Varianten. Den unveränderten Originalbericht finden Sie in der Produktgalerie und über den Verifizierungslink bei Janoshik.
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